Montag, 21. August 2017

Ein einmaliges Blütenfest

Es gibt die Dauerhaften, Langlebigen, jene die jedes Jahr wiederkehren und uns immer wieder zu gegebener Zeit mir ihren Blüten erfreuen.
Und dann gibt es die anderen, die nur einen Sommer lang tanzen, überschäumend, alles gebend, ohne Kräfte für ein anderes Jahr sparen zu müssen. 
Manchem machen sie zu viel Arbeit, wenn man jedes Jahr aufs Neue beginnen muss, aber sie entschädigen die Mühen durch monatelanges Blühen.


Im Frühjahr frage ich mich auch oft, warum ich mir diese Arbeit antue, mit den vielen grünen Saatkisten auf Kommoden und Tischen kreuz und quer im Haus verteilt. Aber ein paar Wochen später weiß ich, dass ich viele Gäste im Garten vermisst hätte. 


Einige Kandidaten sind auch sensationell pflegeleicht, wie die Kapuzienerkresse, die man im Mai einfach direkt ins Beet sät. Dann kann man entspannt darauf warten, bis ihre großen runden Blätter erscheinen, sie ist nämlich absolut zuverlässig. Und mittlerweile gibt es auch viele schöne Nuancen und nicht nur schreiendes Knallorange! Hier kommt sie zartgelb daher, in einem anderen Beet in Pink.


Die Löwenmäulchen versamen sich mittlerweile zuverlässig selbst, da spare ich die Aussaat gleich mit ein.


Ebenso ist es mit dem Mohn. Seine seidenpapierzarten Blüten erfreuen uns nur für kurze Zeit, aber wer kann zu so einer Schönheit schon "Nein" sagen?


Kosmeen sind vermehrungsfreudig, da nehme ich einige schon raus, wenn der Standort nicht optimal passt. 


Scabiosen sind meine großen Lieblinge, ich finde sie wunderschön und die Insekten lieben sie, wie man sieht!



Auch ohne den tiefblauen Mehlsalbei "Victoria Blue" geht bei mir gar nichts, der wird liebevoll in Saatschalen vorgezogen und dann ausgepflanzt. Er blüht unermüdlich und lässt sich zu nahezu allem super kombinieren. 


Und was wäre der Sommer ohne den honigsüßen Wickenduft? Am Zaun des Gemüsebeets sind die Kletterer gern gesehene Gäste.


Habt ihr auch ein paar Einjährige im Garten?
Liebe Grüße
Katharina 

Freitag, 18. August 2017

Rosenfrische Wäsche

Ich bin die Wäschebeauftrage bei uns zu Hause. Mein Mann stellt zwar auch mal die Waschmaschine an, wenn er akuten Bedarf erkennt (z.B. wenn man mit einem schlammverkrusteten und nassen Kind vom Spaziergang zurückkommt), aber ansonsten ist der Textilbereich meine Zone. Was auch gut so ist, denn in manchen Dingen sind wir unterschiedlicher Auffassung. Zum beispiel in der Frage, was alles zur Bügelwäsche gehört (bei mir viel, bei ihm wenig) oder ob Lieblingskuschelkissen überhaupt gewaschen werden dürfen. Ich liiiiieebe frische, saubere Wäsche, die auch entsprechend riecht. Das gilt auch für Lieblingskuschelkissen, die zwar seltener in der Maschine landen, aber dennoch mal da rein müssen.


Damit ein schöner Geruch immer an der Wäsche haftet, lege ich kleine Duftbeutelchen in Schrank und Wäschetruhe.


Rosen- oder Lavendelduft sind meine Favoriten, beides lässt sich wunderbar trocknen und beides habe ich reichlich im Garten.


Vor allem die "Alten Rosen", die englischen Rosen und Rosa rugosa duften intensiv.


Ansonsten schleppe ich auch meine Decken und Kissen bei trockenem Wetter gern nach draußen, hänge sie auf die Leine und lasse sie dort stundenlang frische Luft tanken. Wenn man abends wieder unter seine Decke krabbelt, kann man einen unvergleichlich guten Geruch genießen. Vielleicht liegt es daran, dass an der Wäscheleine die duftintensiven "Marie Bugnet", "Fimbriata" und "Sarah van Fleet" wohnen, umgeben von diversen Lavendelbüschen? 




Und wenn es noch rosiger werden soll, gehe ich in den kleinen Seifenladen in der Nachbarschaft und kaufe eine der dort hergestellten Rosenseifen. Man soll sich den Alltag immer so schön wie möglich machen!


Was im Augenblick kein Problem sein dürfte, da die ersten Rosen wieder aufblühen und den Spätsommer versüßen.




Liebe Grüße von der Wäschefront,
Katharina

Mittwoch, 16. August 2017

Hochsommerrabatte und doch ein wenig Phlox

Ich hatte mein Hochsommerbeet eigentlich schon fast abgeschrieben, nachdem ein oder mehrere Rehe meine Phloxknospen radikal verputzt hatten.
Aber die Phloxe ließen sich nicht beirren und bildeten seitlich neue Knospen, die nun langsam aufblühen - besser spät als nie. 


Mein Mann war am Wochenende mit unserem Zwerg bei den Schwiegereltern, so dass ich mal einen ganzen Tag Zeit hatte, etwas im Garten zu werkeln. Nach getaner Arbeit geht es dann zum Abkühlen ins Wasser - jetzt ist ja endlich mal warm und sonnig!


Man beachte bitte die frisch abgestochenen Rasenkanten, mit denen ich mich abgemüht habe, bis mir die Knie ein wenig wackelig wurden. Leider hatte ich das Thema "Essen" ein wenig ausgeblendet ;-)
Und es gibt leider allerhand Kanten in unserem Garten, die einer intensiven Zuwendung bedurften...




Stecht ihr die Kanten ab? ich überlege immer, ob diese Metallbänder, die man in den Boden einlassen kann, eine gute Lösung sind. Hat da jemand Erfahrung?


Das Beet ist so schön dicht bewachsen, dass man mit Unkraut kaum Schererein hat. Wenn etwas auftaucht, dann sind es bevorzugt Brennnesseln. Leider wachsen sie unter der Thujahecke so strategisch geschickt, dass ich sie durch den Zaun hindurch kaum zu fassen bekomme. Und dann versamen sie sich einfach prima - zu mir ins Beet!


Aber was wäre ein Gärtnerleben ohne Herausforderungen! Dafür genieße ich die Blüten jetzt umso mehr. Und wenn wieder so ein vorwitziges Brennnesselchen sein Haupt herausstreckt, übersehe ich das mal kurz. Vielleicht.  



Es ist ein ganz schön langes Ende, welches man hier abschreiten kann, von ganz hinten zum Haus zurück. Links seht ihr den Senkgarten, an dessen hinterem Ende zwei Birnenbäume an den jeweiligen Ecken stehen. 





Liebe Grüße
Katharina

Montag, 14. August 2017

Rettet den Vorgarten

Wenn ich in unser Dorf abbiege, erstrecken sich zu beiden Seite Einfamilienhäuser, mal kleiner, mal größer, manchmal noch mit einer Ferienwohnung darin, wie das in Urlaubsgebieten oft der Fall ist. 
Wenn ich auf die Gärten davor schaue, ist leider meist wenig Interessantes zu sehen. Oftmals Rasenfläche und ein paar Büsche, gern die klassische Kirschlorbeerhecke oder (noch viel unschöner) eine Thujahecke. 
Blühendes ist Mangelware. Und an dem ein oder anderen Grundstücke wird vor allem mit Kies und Klinker gearbeitet, damit schön viel Parkfläche und möglichst wenig Arbeit da ist.


Der Anblick ist leider eher trostlos und langweilig. Und ich frage mich oft, was die Motive der jeweiligen Eigenheimbesitzer sind. Haben wirklich alle Angst vor Arbeit? Oder sind Kiesflächen mit drei grünen Buchskugeln drin einfach der letzte modische Schrei? Freut man sich über diese Anblick, wenn man abends nach Hause kommt oder sieht man das einfach nicht mehr?


Der Bundesverband Garten- und Landschaftsbau e.V. hat Anfang des Jahres die Initiative "Rettet den Vorgarten" gestartet. Dabei will man einerseits die Motive der Vorgartenbesitzer herausfinden, warum immer mehr zu Kies- und Schotterflächen gegriffen wird. Zum anderen möchte man in die andere Richtung motivieren, denn gerade heute sind die Vorgärten ein wichtiger Bestandteil "grünen" Lebens, von denen sowohl Kinder und Erwachsene als auch natürlich viele Tiere profitieren.


Ich glaube fest daran, dass ein schönes Umfeld - und da gehört der Vorgarten unbedingt dazu - einen Menschen glücklicher und zufriedener macht.





Es ist sicher nicht leicht, den Trend umzukehren, aber ich denke, es ist wichtig, etwas in diese Richtung zu unternehmen. Viele Menschen sehen vielleicht das ungenutzte Potential vor ihrer Haustür nicht oder wissen einfach nicht, wie sie etwas ändern könnten.



Erfreulicherweise gibt es heute eine Vielzahl von Inspirationsquellen; Zeitschriften, Bücher, Fernsehsendungen, Gartenausstellungen und natürlich dies hier, das Internet! 



Vom Bienensterben und den Problemen, welche Insekten mittlerweile haben, über die Runden zu kommen, wurde bereits viel in den verschiedenen Medien berichtet, so dass sich hoffentlich immer mehr Menschen angesprochen fühlen, einen eigenen Beitrag zu leisten. Das muss ja nicht immer gleich etwas ganz Riesiges sein, aber ein bepflanzter, blühender Topf ist auch schon ein Anfang.


Wie seht ihr die Entwicklung in den Vorgärten? Ist das in eurer Region auch ein Problem?
Liebe Grüße
Katharina

Freitag, 11. August 2017

Lila Momente im Senkgarten

Als wir unseren nackten Acker hinter dem Haus vor vier Jahren angelegt haben, hatte ich einen großen Wusch; ich wollte unbedingt einen Senkgarten haben. Ich hatte so viel Faszinierendes darüber gelesen, über dieses besonders geschützte Mikroklima, welches sich dort entwickelt, und die besondere Verschwiegenheit dieses Plätzchens.


Und wer hat ihn gegraben? Ein Bagger? Nein, mein Mann der Superheld!
Er hat ihn eigenhändig mit dem Spaten gebuddelt, im Hochsommer in totaler Hitze. Ich war völlig geschockt, als ich nach der Arbeit nach Hause kam und ihn durchgeschwitzt und physisch am Ende antraf.
Doch die Arbeit hat sich gelohnt.


Mein Senkgarten ist gerade auf der rechten Seite eine schwierige Angelegenheit. Dort ist der Boden einfach schwer und lehmig, im Winter und Frühjahr ist er klatschnass und in manchen Teilen sogar überschwemmt. Das liegt nicht gerade jeder Pflanze. 


Doch Blutweiderich, Wasserdost, Anemonen, Jakobsleitern und Dreimasterblume fühlen sich gerade so sehr wohl.



Und so ergibt sich im Augenblick ein Lila geprägtes Bild, das mir den Hochsommer und auch den Herbst versüßt.
Liebe Grüße
Katharina

Mittwoch, 9. August 2017

Sonniges Gelb und himmlisches Blau

In diesen Tönen bewegen sich gerade einige Bereich in meinen Beeten - Phlox und Sonnennamentragenden sei Dank! Bei mir sind es typische Augustfarben und ich mag beide gern am Abend, im Dämmerlicht, wenn das Gelb die herannahende Nacht erleuchtet und das Blau seine magische Wirkung entfaltet.




Phlox und Rudbeckia bilden zusammen ein herrliches Augustgespann. In diesem Jahr fühlen sich die Phloxe aufgrund der vielen Regenfälle ausgesprochen wohl. Es gibt keine Klagen, keine Ausfälle, nicht ein hängendes Blatt weit und breit. 



Die meisten Dahlien haben die Schneckenangriffe überlebt und blühen nun noch mal kräftig.




Rudbeckia und Storchschnabel "Rozannne" bilden eine wunderbare Gemeinschaft, vor allem weil sich "Rozanne" so wunderbar zwischen die gelben Blüten webt.


Eine sich ungestüm verbreitende Gelbe, die ich beim Einzug als Ableger bekam. Mittlerweile reduziere ich sie rigoros. Kennt ihr sie?




Die Taglilienblüte geht dem Ende entgegen, es sind nur noch wenige Knospen übrig, die noch auf ihren Auftritt warten. Aber schön war`s!


Diese blaue Dame haben wir von einer Kollegin meines Mannes geschenkt bekommen zusammen mit diversen anderen Stauden und Zwiebeln. Weiß einer von euch, was es ist? 


Liebe Grüße
Katharina