Sonntag, 30. Juli 2017

Der Juli zieht langsam aus

Nach einem herrlichen Hochzeitswochenende - mein Bruder hat geheiratet - war heute Abend dringende Gartenzeit angesetzt. Die heftigen Regenfälle lassen den grünen Dschungel flott wachsen, Stauden und Unkräuter liefern sich ein Wettrennen. Vor allem die Brennnesseln schleichen sich überall ein und pieksen mich.


Erst einmal bin ich dem Lungenkraut zu Leibe gerückt. Ich habe eine Sorte, die sich rasant vermehrt und mein langes Beet im Halbschatten langsam zu überwuchern droht. Da musste jetzt einiges weichen. Es ist nichts auf dem Kompost gelandet, für solche hartgesottenen Stauden gibt es immer schwierige Plätze, an denen sie sich hoffentlich etablieren können.


Stattdessen sind noch ein paar Astilben dazugekommen, denen sollte diese Stelle im Halbschatten gut gefallen.



An den Einjährigen muss auch viel Verblühtes abgeschnitten werden, damit sie fleißig weiter blühen. 


Ein paar Phloxe sind von den Rehen verschont worden, die anderen bilden an den Seiten Knospen aus. Ich hoffe inständig, dass der Bambiclub andere Weidegründe für sich entdeckt hat und mir die neuen Blüten lässt ;-)



Die Regenfälle sorgen dafür, dass die zurück geschnittene Katzenminze und der Salbei schnell wieder austreiben. Der Anblick ist gleich um Längen angenehmer, als die hochragenden Stängelreste!



Viele Taglilien sind noch in Topform und es sind noch allerhand Knospen da, die Schönes verheißen.





Wie sieht es in euren Gärten aus? Hat es auch so viel geregnet, dass das Wachstum wieder ordentlich angekurbelt wird?
Liebe Grüße
Katharina

Mittwoch, 26. Juli 2017

Halbschattiges

Es ist eigentlich ideales Hortensienwetter - es regnet immer wieder. Kaum hat man sich an die Sonne gewöhnt, bezieht es sich wieder und die himmlischen Schleusen öffnen sich wieder. Ich habe erst ein einziges Mal in diesem Sommer gießen müssen - gerade bei den Hortensien ist das bei mir ungewöhnlich!


Meine besonderen Stars im Halbschattenbeet sind verschiedene Sorten Artemisia lactiflora, auch Elfenraute genannt. Ihre weißen, filigranen Blütenstände leuchten in der Abendsonne.


Die Hortensien haben unter den Spätfrösten ein wenig gelitten. Sie blühen zwar (und dafür bin ich schon dankbar), aber so üppig wie gewohnt, ist es auch nicht.


Stellt ihr das auch bei euren Hortensien fest? 



Liebe Grüße
Katharina

Montag, 24. Juli 2017

Eine Frage der Gärtnerehre

Als wir unser Haus kauften, war im Garten wenig vorhanden, was erhaltenswert war. Im großen, hinteren Teil war alles matschig und/oder voll Gestrüpp. 
Vorne hatte man sich die Mühe gemacht, ein riesiges Vorgartenbeet mit Randsteinen abzugrenzen. Doch das Beet war überwiegend leer, es gab einige Pfingstrosen, wie wir beim Graben feststellten, zwei Hortensien in einer scheußlichen Farbe, einen Lavendel und mehrere völlig verholzte Rosen. 



Also habe ich mein Bestes versucht, die Rosen aufzupäppeln. Für einige kam jede Hilfe zu spät, aber das Gros wurde liebevoll beschnitten, gedüngt und mit freundlichen Worten aufgemuntert. Anfangs war es schwierig, die Damen zeigten sich kränklich und meine Bemühungen wurden nur mit wenigen Blüten belohnt. Am dankbarsten war die rote Strauchrose, die ihr oben zusammen mit Mme Boll seht.


Mit den Jahren wurde es besser, zögerlich fingen alle nach und nach an zu blühen. 


Viele rote Rosen sind dabei, einige gelbe Exemplare und eine, die mich stark an Gloria Dei erinnert.


Ihre Namen kenne ich nicht, auch sonst weiß ich nichts über ihre Herkunft.


Schwierig sind sie fast alle, egal wie ich mich kümmere, um ein paar Blattkrankheiten kommen sie nie herum.


Trotzdem käme es mir nie in den Sinn, sie herauszureißen. Es war für mich ganz klar, dass ich versuchen würde, sie zu retten. Vielleicht ist das eine Frage der Gärtnerehre? 


Gerade deshalb ist es für mich immer etwas besonderes, wenn ich im Frühjahr sehe, wie sie wieder austreiben. Erkämpfte Blüten sind manchmal die schönsten!
Könnt ihr das nachfühlen?
Liebe Grüße
Katharina

Freitag, 21. Juli 2017

Sommerlust und die ewige Suche

Nach wenigen Tropfen am gestrigen Tag ist heute wieder bestes Sommerwetter. Also heißt es heute Abend wieder raus in den Garten und ein wenig werkeln. Wenn man denn seine Werkzeuge beisammen hat. 
Wo war noch mal die Rosenschere? Letzte Woche hatte ich sie spitzenmäßig gut vor mir selbst versteckt. Ich bin kreuz und quer durch den Garten gelaufen (und das sind bei uns ein paar Meter), habe die Garage durchsucht und schließlich den Kompost durchwühlt, weil ich befürchtete, sie dort mit einer schwungvollen Schubkarrenleerung entsorgt zu haben.



Tatsächlich war sie in der Küche, ganz oben auf dem Buffet. Ich habe sie wohl mal in aller Eile dort vor unserem scherenaffinen Zwerg in Sicherheit gebracht.


Meine kleine Gartenschaufel suche ich schon ein paar Tage länger, vielleicht sollte ich da auch mal an unkonventionelleren Plätzen nachschauen...


Meinen liebsten Ehemann frage ich in solchen Situationen übrigens höchst selten. Meist kommt da nämlich nichts Konstruktives, sondern ein paar schlaue Sprüche über korrektes Weglegen. Und die braucht dann wirklich kein Mensch!


Es machen zwar viele Rosen eine Blühpause für den zweiten Anlauf, aber einige scheinen ununterbrochen neue Blüten zu produzieren und sorgen so dafür, dass auch das Ende des Juli nicht ohne Rosenschönheit sein muss. 




Storchschnabel "Rozanne" hat in verschiedenen Beeten einen Platz bekommen, seine ununterbrochene Blüte macht ihn für mich unerlässlich.


Ein Blick in das langgestreckte weiß-gelbe Beet, in dem gerade Schafgarben, Monarden und Orlaya dominieren, dazu gesellen sich Taglilien.


Hier ist es zum Beispiel "Frances Fay"....


....und hier "Corky".






Meine Handschuhe habe ich mittlerweile ganz brav in einem Eimer neben der Hintertür, also immer griffbereit und einsatzfertig. 


Also meistens habe ich sie da. Manchmal werfe ich sie auch in irgendeinen Eimer, der dann irgendwo im Garten steht....


Wie ist es bei euch? Seid ihr da gut organisiert?
Liebe Grüße
Katharina

Mittwoch, 19. Juli 2017

Relax - it´s summer!

Heute ist mal herrlichstes (Strand-)Wetter, was ich mit meiner Mama und unserem kleinen Mann heute früh schon ausgenutzt habe. Wir waren die erste um 8 Uhr am Strand, um 10 Uhr mache ich den Laden auf, solange kann das zweijährige Energiebündel buddeln, was das Zeug hält.
Mittags war ich dann ein bisschen im Garten, da muss doch an allen möglichen Ecken und Enden mal geschnibbelt werden.


Aber bei so einem Wetter ist das ja ein Vergnügen! Und vielleicht lege ich heute Abend wirklich mal die Füße hoch und relaxe (und ignoriere den vollen Korb Bügelwäsche samt der knitterigen Hemden meines Mannes).


An angenehmen Sitzplätzen mangelt es mir ja wahrlich nicht. Von der Bank am Gemüsegarten aus hat man beste Sicht auf verschiedene Beete und die Obstbaumwiese.


Der Frosch hat sich schon mal ein entspanntes Plätzchen gesucht.



Im Senkgarten hat nun der Blut-Weiderich seinen Auftritt, daneben bereitet sich der Wasserdost auf seinen Blütenauftritt vor.



Langsam lassen sich auch mehr Schmetterlinge sehen, der Lavendel erfreut sich da großer Beliebtheit.


Das stattliche gelbblühende Gewächs ist Sonnenhut "Indian Summer". Eigentlich ist er nur einjährifg, aber tatsächlich hat er hier den Winter im Beet überdauert. Die Temperaturen waren sehr mild und ich hatte ihm ein gemütliches Blätterbett bereitet. Die Blätter blieben grün und im Frühjahr trieb er munter weiter aus.


"Indian Summer" hat wirklich eindrucksvoll große Blüten und strahlt mit seinem warmen Gelbton sommerliche Fröhlichkeit aus.


An anderer Stelle blühen jetzt die Hortensien. Hier haben sie sich unter einem alten Apfelbaum eingerichtet, wo ihnen die Sonne nicht allzu sehr auf die Blütenbälle brennt.


Potentilla "Volcan"


Nehmt ihr euch auch ein bisschen Zeit zum Relaxen? 
Liebe Grüße
Katharina