Mittwoch, 30. August 2017

Wer kennt diese Unbekannte?

Es handelt sich um eine Staude, die ich irgendwann nach unserem Einzug als Ableger bekam, leider weiß ich heute gar nicht mehr von wem. es gab erfreulich viele hilfsbereite Nachbarn, Freunde und auch nette Kunden meines Ladens, die mir gern unter die Arme greifen wollten bei dem Bemühen aus rund 2100 leeren Quadratmetern einen schönen Garten zu erschaffen. 
Bislang habe ich sie noch nirgendwo wiedergesehen, auch in keiner Gartenzeitschrift, wo einem ja manchmal die Bildunterschrift enorm weiterhilft. Aber vielleicht erkennt jemand von euch, die lilafarbene Begleitung von "Rose de Resht"?



Liebe Grüße
Katharina

Dienstag, 29. August 2017

Unverzichtbare Spätsommerblüher - Physostegia

Sie ist eine der ganz Anspruchslosen, Unverwüstlichen. Physostegia, auch Gelenkblume genannt, kommt in Sonne und auch Halbschatten zurecht, ebenso an trockeneren wie feuchteren Standorten. Mit ihrer schlanken Form passt sie wunderbar in jede Staudenrabatte, genauso wie in moderne Pflanzungen mit Wildstaudencharakter. 


Vor allem finde ich es schön, dass sie jetzt mit der Blüte beginnen, wo viele andere schon fertig sind... und die Hummeln freuen sich ;-)
Bei mir gibt es vor allem die Sorte "Rosea" im Vorgarten und in der Hochsommerrabatte, die weiße "Summer Snow" habe ich mittlerweile im Rosengarten gepflanzt. 


Vor dem Haus wächst weiße Phlox direkt daneben...


... im Hintergrund leuchtet Lavatera olbia "Barnsley".


In meinem Hochsommerbeet gesellen sich vor allem leuchtende Gelbtöne dazu.


Im Hintergrund fangen die Rosen wieder an zu blühen, links im Bild "Mme Isaac Pereire" und rechts "Abraham Darby", im Vordergrund sieht man "The Fairy"



                  


Das einzig bedenkenswerte bei der Pflanzung ist die Tatsache, dass Gelenkblumen Platz brauchen und mit den Jahren einen deutlichen Zuwachs erzielen. Im Vorgarten muss ich die Bestände reduzieren, weil sonst andere Stauden und auch meine "Imperatrice Josephine" zu sehr bedrängt werden. Erfreulicherweise werde ich einiges an anderer Stelle unterbringen können, wegwerfen bringe ich schwerlich übers Herz.


Habt ihr auch Physostegia im Garten?
Liebe Grüße
Katharina

Sonntag, 27. August 2017

Die neuen Weißen

Im Frühjahr habe ich in einem inspirierten Moment beschlossen ein weißgelbes Beet anzulegen. Mein Mann würde wohl eher von einem Anfall des Wahnsinns sprechen, aber da kann man ja geteilter Meinung sein.
Aber Weiß ist ja spätestens mit dem weltbekannten Gartenraum in Sissinghurst als besondere Farbe im Garten in aller Munde. Dennoch wollte ich kein reines Weiß, sondern ein paar Tupfer hellen Gelbs darin. Aber eben nur ein paar dezente Tupfen.


Und obwohl alles noch recht frisch und neu ist, bin ich schon ziemlich glücklich mit dem Ergebnis. Bis auf meine weißen Lupinen, die wohl ein Opfer der Schnecken wurden (warum nur die weißen und nicht die gelben???), sind alle Stauden gut angegangen und habe fleißig erste Blüten gezeigt. 



Natürlich durften auch Rosen nicht fehlen. In der davor gelegenen Hochsommerrabatte bilden sie auch die hinterste Reihe, genauso sollte es hier werden. Bei den Rosen bin ich bei der Farbe Weiß geblieben und nach langem Überlegen habe ich drei Sorten ausgewählt und im Frühjahr wurzelnackt gepflanzt. Zum einen "Jacqueline du Pré".


Dann Rosa rugosa "Mary Manners".


Und schließlich "White Queen Elisabeth". 


Freundlicherweise haben alle drei inzwischen geblüht, so dass ich endlich sehen durfte, wie die Farben nun live aussehen - das ist doch etwas anders als ein Foto! Und ich bin glücklich mit meiner Auswahl, weil sie trotz der gemeinsamen Farbe unterschiedlich sind. 



Einige Einjährige habe ich eingefügt, vor allem Orlaya, die mir sehr gefällt. Mal sehen, was ich da im nächsten Jahr ausprobieren werde.


Im Herbst kommt noch ein zartgelbes, weiß verblühendes Hochstämmchen, "Lemon Rambler", hinzu, das steht schon fest. Dann bleibt es nächstes Jahr spannend, beim Warten auf erste Blüten!
Liebe Grüße
Katharina


Freitag, 25. August 2017

Einfach mal blau machen

Hin und wieder zeigt sich die Augustsonne doch und man muss quasi jeden Strahl nutzen, der sich mal zeigt. Mit dem kleinen Mann bin ich immer draußen. Leider hält er es nicht lange aus, dass Mami einmal sitzt.
"Du musst nicht sitzen, Mama. Du musst mitkommen und bei mir schauen. Wir wollen jetzt sägen. Und wir brauchen den Akkuschrauber". 
Aha. So sieht es aus, das Unterhaltungsprogramm für Zweijährige.


Dabei ist es gerade so schön. Die Phloxblüte ist nach der Abknabberaktion der Rehe erst spät gestartet und kann jetzt genossen werden.



Meine Lieblingsaster "Lutetia" blüht in zartem Blaulila.



Und auch die Strohblumen sind weiter gut in Form, dazwischen webt sich in Weiß Artemisia lactiflora, Elfenraute, und



die aufrechten Blütenkerzen vom Knöterich zusammen mit der filigranen Gaura lindheimeri, die ich einfach überall mag.


Der Sonnenhut hält sich dank erfrischender Regengüsse wacker aufrecht.


Dauerblüherrose "Mozart" lockt weiter die Insekten in den Vorgarten.


Im hinteren Garten haben wir im Frühjahr Salix integra "Hakuro Nishiki" gepflanzt, eine Weidenart, um der Kanne mit dem Bachlauf einen optischen Anker zu geben. Sie scheint gut anzuwachsen und wir freuen uns auf ihre Entwicklung in den nächsten Jahren.


Der Hibiskus beginnt mit der Blüte im Rosengarten.




Potentilla nepalensis "Miss Willmott" kommt irgendwie an verschiedenen, sonnigen Standorrten gut zurecht, auch wenn ringsherum viele andere wachsen.


Seid ihr mit euren Augustgärten auch zufrieden? Schafft ihr es, mal die Füße hochzulegen?
Liebe Grüße
Katharina

Mittwoch, 23. August 2017

Rosenrausch oder Rosenwahn - das ist hier die Frage!

Ich schaue meinen Warenkorb an und er schaut zurück. Gefühlt. Zwei müssen eigentlich wieder raus. Dafür gibt es doch extra diesen kleinen stilisierten Mülltonnen-Button, auf den man klicken kann. Das geht ruckzuck. Doch welche zwei Rosen soll ich wieder entfernen???


Ich wollte eigentlich erst einmal schauen, ob man denn schon wurzelnackte Rosen vorbestellen kann. Denn dann kann man ja schon mal überlegen, welche Sorten, denn so passen könnten. Ich hatte noch gar nicht ernsthaft damit gerechnet, dass es schon losgeht. Und irgendwie kribbelte es sofort in den Fingerspitzen. Zwei Hochstämme für den Laden, einer für das weißgelbe Beet, eine gelbe Graham Thomas für das blaugelbe Beet und zwei Rosen für diese Ecke:


Dort mussten diverse Stockrosen und Lupinen weichen, die zum eine ausufernd wucherten und zum anderen jetzt nicht mehr attraktiv aussahen. Sie behalten ihre Stammplätze, aber eine weitere Ausbreitung ist schlicht und ergreifend nicht mehr gewünscht. Jedenfalls von meiner Seite nicht.


Die drei Hochstämme sind kein Problem, Chippendale und Lady Emma Hamilton für den Laden, Lemon Rambler für das weißgelbe Beet. Graham Thomas ist schnell entdeckt.


Für das "Um-die-Ecke-Beet" gehe ich locker einige Kategorien durch, verschiedene historische Rosen, moderne Rosen, natürlich die Englischen. Und zum Merken lege ich die ein oder andere Schönheit in meinen virtuellen Warenkorb bei Rosen Schultheis. 


Und nun sind sie zu Viert und keine will so einfach weichen. Captain Christy, eine öfterbühende Remontantrose, ist fast gesetzt mit diesen zauberhaften zartrosa Blüten. Und Sidonie, ebenfalls eine Remontantrose, soll sehr stark duftend sein. Wäre das nicht einfach perfekt, so direkt an der Terrasse? Aber Rosa moschata Bishop Darlington hat so herrlich ungefüllte Blüten, einfach ideal für Insekten, an die ich auch immer denke. Und was ist mit Märchenland? Zahlreiche, wetterfeste Blüten und dann noch eine sehr gute Blattgesundheit, dazu dieser aparte Lachston? 


Es ist einfach schrecklich! Ich vergleiche rauf und runter, habe den Finger mehrfach am Löschbutton, dann vergleiche ich wieder und wende alles hin und her.


Der einzige Button, auf den ich letztlich wirklich drücke, ist der mit dem knappen Wort "Kaufen". Ich habe das Abwägen einfach aufgegeben. Irgendwo auf diesem Grundstück wird sich noch ein Platz finden lassen für zwei Rosen. Und wenn ich wieder Rasen abstechen muss!!!


Kennt ihr solche Anwandlungen auch? 
Liebe Grüße
Katharina

Montag, 21. August 2017

Ein einmaliges Blütenfest

Es gibt die Dauerhaften, Langlebigen, jene die jedes Jahr wiederkehren und uns immer wieder zu gegebener Zeit mir ihren Blüten erfreuen.
Und dann gibt es die anderen, die nur einen Sommer lang tanzen, überschäumend, alles gebend, ohne Kräfte für ein anderes Jahr sparen zu müssen. 
Manchem machen sie zu viel Arbeit, wenn man jedes Jahr aufs Neue beginnen muss, aber sie entschädigen die Mühen durch monatelanges Blühen.


Im Frühjahr frage ich mich auch oft, warum ich mir diese Arbeit antue, mit den vielen grünen Saatkisten auf Kommoden und Tischen kreuz und quer im Haus verteilt. Aber ein paar Wochen später weiß ich, dass ich viele Gäste im Garten vermisst hätte. 


Einige Kandidaten sind auch sensationell pflegeleicht, wie die Kapuzienerkresse, die man im Mai einfach direkt ins Beet sät. Dann kann man entspannt darauf warten, bis ihre großen runden Blätter erscheinen, sie ist nämlich absolut zuverlässig. Und mittlerweile gibt es auch viele schöne Nuancen und nicht nur schreiendes Knallorange! Hier kommt sie zartgelb daher, in einem anderen Beet in Pink.


Die Löwenmäulchen versamen sich mittlerweile zuverlässig selbst, da spare ich die Aussaat gleich mit ein.


Ebenso ist es mit dem Mohn. Seine seidenpapierzarten Blüten erfreuen uns nur für kurze Zeit, aber wer kann zu so einer Schönheit schon "Nein" sagen?


Kosmeen sind vermehrungsfreudig, da nehme ich einige schon raus, wenn der Standort nicht optimal passt. 


Scabiosen sind meine großen Lieblinge, ich finde sie wunderschön und die Insekten lieben sie, wie man sieht!



Auch ohne den tiefblauen Mehlsalbei "Victoria Blue" geht bei mir gar nichts, der wird liebevoll in Saatschalen vorgezogen und dann ausgepflanzt. Er blüht unermüdlich und lässt sich zu nahezu allem super kombinieren. 


Und was wäre der Sommer ohne den honigsüßen Wickenduft? Am Zaun des Gemüsebeets sind die Kletterer gern gesehene Gäste.


Habt ihr auch ein paar Einjährige im Garten?
Liebe Grüße
Katharina